Intrakranielle Hämatome

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Epidurales Hämatom Subdurales Hämatom Subarachnoidales Hämatom Intrazerebrales Hämatom
Lokalisation Zwischen Kalotte und Dura mater, meist am Pterion Zwischen innerem Blatt der Dura mater und der Arachnoidea Zwischen Arachnoidea und Pia mater, Aneurysmenruptur: meist rostraler Circulus arteriosus Willisii Basalganglien (A. striolenticularis), Marklager, Hirnstamm, Thalamus, Cerebellum, bei Trauma meist oberflächlich, frontotemporal
Pathogenese Verletzung A. meningea media oder ihrer Äste durch Kalottenfraktur Verletzung des Kapillarnetzes der Dura, Einriß von Brückenvenen oder des Venensinus, Hirntrauma mit schwerer Gewebeschädigung (akut), Bagatelltraumen, spontan bei Gerinnungsstörungen/ Antikoagulation, höherem Alter (chronisch) Meist Ruptur eines Aneurysmas, Arteriovenöse Malformation (AVM), Gerinnungsstörungen/ Antikoagulation Rhexisblutung bei Bluthochdruck und Arteriosklerose, zerebralen Amyloidangiopathien, hämorrhagischem Schlaganfall, Gefäßfehlbildungen, Tumore, Kontusion
Klinik Initial bewusstlos, symptomfreies Intervall, erneut bewusstlos; kontralaterale Hemiparese, meist ipsilaterale Mydriasis Akut: Bewusstseinstrübung bis -losigkeit, ipsilaterale Mydriasis, Herdsymptome

Chronisch: zunehmende Kopfschmerzen, verschiedene zerebrale Veränderungen, Hirndruckzeichen

Blitzschlagartig eintretende stärkste Kopfschmerzen, Bewusstseinseintrübung bis -losigkeit, Meningismus, Krampfanfälle, Hirndruckzeichen, tlw. Hydrozephalus aufgrund verklebter Leptomeningen. Plötzlich oder langsam progredient, starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Ausfälle entsprechend betroffener Region, Krampfanfälle, Hirndruckzeichen, Bewusstseinseintrübung, Meningismus bei Einbruch in Subarachnoidalraum
Diagnostik cCT: konvexe Verdrängung des Hirnparenchyms cCT: sichelförmige Verdrängung, verstrichene Gyri, akut: hyperdens, chronisch hypodens, organisiert. Lumbalpunktion, cCT: Blutung in den äßeren Liquorräumen, verstrichene Gyri, DSA (Aneurysma) cCT: fokal im Hirnparenchym, perifokales Ödem
Morphologie/Histopathologie 80-180 ml Blut epidural Nach 1 Woche Siderophagen, innerhalb von Wochen Fibroblasteneinwanderung und bindegewebige Organisation blutgefüllte Sulci, anfangs Granulozyten, nach 3 Tagen Makrophagen -> nach 1 Woche Siderophagen, nach 3 Wochen Leptomeningealfibrose mit Fibroblasten und Astrozyten Blutkoagel, Nekrose -> Phagozytose -> Astrogliaproliferation -> Pseudozyste mit randständiger Fasergliose

Literatur[Bearbeiten]

  • Mark S. Greenberg, Handbook of Neurosurgery, 6.A.
  • Bühlig, Lepenies, Witt, Intensivkurs - Allgemeine und spezielle Pathologie, 3.A.