Periorale Dermatitis

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Definition und Klinik[Bearbeiten]

Während die Rosazea im Wesentlichen Nase, Wan­gen, Kinn und Stirn befällt, zeigt die peri­oralen Dermatitis eine ausgeprägt periorale und gelegentlich auch periorbitale Lokalisation. Bei dem Befall in der Perioralregion findet sich ein schmaler, erschei­nungsfreier Saum um die Lippen herum. Hinwei­send sind disseminiert oder aggregiert stehende, derbe, rötliche bis rotbraune Papeln, häufig mit zentralen Aufhellungen, die Pusteln oder Vesikeln imitieren können, nicht selten vor dem Hintergrund eines Erythems.

Histologie[Bearbeiten]

Die periorale Dermatitis weicht histopathologisch von der Rosazea ab.

  • Ortho-/Hyperkeratosen
  • Epidermis stellenweise akanthotisch verbreitert
  • geringe, umschriebene Spongiose
  • dichte Zellinfiltrate perifol­likulär und perivaskulär, aber auch diffus aus Lymphozyten, Makrophagen sowie einzelnen Plasmazellen,
  • weniger aus neutrophilen Granulozyten
  • stellenweise Leukozytoklasie
  • gelegentlich perifollikuläre In­filtrationsherde, die fast nur aus Epitheloidzellen und Riesenzellen vom Langhans-Typ bestehen.
  • erweiterte Kapillaren besonders in der oberen Dermis, das Endothel­ kann verdickt sein
  • ausgeprägtes Ödem in der oberen, seltener in der mittleren Dermis

Präparate[Bearbeiten]

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periorale Dermatitis, HE