Pyelonephritis

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Definition und Klinik[Bearbeiten]

Die akute Pyelonephritis ist eine destruktive bakterielle Entzündung der Niere(n) durch Bakterien (Pilze oder Viren seltener), am häufigsten durch E.coli. Die Keimbesiedelung kann aszendierend oder hämatogem erfolgen. Ursache sind meist Harnabflußstörungen (durch Tumoren, Prostatahyperplasie, Steine oder Fehlbildungen der ableitenden Harnwege. Die klassischen Symptome sind Fieber, Flankenschmerz, Pyurie, Dysurie und Pollakisurie. Entweder Ausheilung mit Narbenbildung oder Übergang in eine rezidivierende chronische Pyelonephritis mit destruiertender tubuloinstitieller Entzündung mit Vernarbungen, Schrumpfnierenbildung und chronischer Niereninsuffizienz.

Makroskopie[Bearbeiten]

  • akute bakterielle Pyelonephritis
vergrößerte Nieren
gelbliche Einschmelzungsherde mit rotem Randsaum (Abszesse)
  • chronische Pyelonephritis
narbenförmige Einziehungen
Parenchymschwund, Vakatfettwucherung
Schrumpfnierenbildung

Histologie[Bearbeiten]

  • akute bakterielle Pyelonephritis
eitrige konfluierende Exsudate
gegebenenfalls Bakterienansammlungen oder Pilze
  • chronische Pyelonephritis
streifenförmige Vernarbungen mit überwiegend lymphozytären Infiltraten
erweiterte Tubuli mit Einschluß von eingedicktem kolloidartigem Material (sog. Struma renalis) [1]
sekundär verödete Glomeruli

Virtuelle Präparate[Bearbeiten]

130.jpg 503.jpg
Akute abszedierende Pyelonephritis Chronische Pyelonephritis, Schrumpfniere