Silikose

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Definition und Klinik[Bearbeiten]

Die Silikose bezeichnet eine chronisch fortschreitende Lungenfibrose durch Inhalation von quarzhaltigem Staub (Siliziumdioxid). Tritt bei beruflicher Exposition auf (Bergbau, Keramikindustrie, Putzmittelindustrie). Expositionszeitraum 18 Monate bis 30 Jahre. Meist zusätzlich vergesellschaftet mit Anthrakose (Kohlestaubablagerung) = Anthrakosilikose. Führt zu restriktiver und obstruktiver Ventilationsstörung, chronische Bronchitis, Emphysem, ggf. Silikotuberkulose, --> Cor pulmonale chronicum.

Klinische Stadien[Bearbeiten]

  • I: Hiluslymphknotenvergrößerung, feinretikuläre Zeichnung der Lunge
  • II: knötchenförmige Verschattungen in Mittelfeldern
  • III: Verschmelzung der Knötchen zu Schwielen

Histologie[Bearbeiten]

  • Silikosegranulome (2-5mm) mit kristalliner Einlagerung (im polarisierten Licht erkennbar), in Lunge, Lymphknoten, subpleuralem Gewebe
  • reaktive Fibrose der Lunge oder Pleura

Virtuelle Präparate[Bearbeiten]

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Silikose mit Lungenemphysem