Urtikaria pigmentosa

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Definition und Klinik[Bearbeiten]

Die Urticaria pigmentosa ist die häufigste Form der Mastozytose und kann sowohl im Erwachsenenalter als auch im Kindesalter auftreten. Typisch sind meist über den Stamm verteilte multiple Herde in Form von rötlich-braunen Papeln und Makulae, die auch konfluieren können. Grundsätzlich sind diese Hautveränderungen an allen Körperstellen einschließlich der Schleimhäute möglich.

Histologie[Bearbeiten]

Die Histologie der beiden Mastozytoseformen des Mastozytoms und der Urticaria pigmentosa unterscheiden sich.

Mastozytom

  • unauffällige Epidermis, gelegentliche basale Hyperpigmentierung
  • intradermales Infiltrat monomorpher oval bis polygonaler Zellen mit breitem Zytoplasma
  • Infiltrat aus eosinophilen Granulozyten

Urticaria pigmentosa

  • Basale Hyperpigmentierung der Epidermis
  • in der oberen Dermis perivaskulär spindelige oder epitheloide Zellen
  • gelegentlich mononukleäres Infiltrat mit eosinophilen und neutrophilen Granulozyten

Färbungen[Bearbeiten]

  • Hämatoxylin-Eosin (geringer diagnostischer Wert)
  • Toluidinblau
  • Giemsa
  • Chloracetatesterase
  • Tryptase

Differentialdiagnose[Bearbeiten]

  • entzündliche Veränderungen oder Tumorerkrankungen - Mastzellvermehrung als Begleiterscheinung
  • bei blasiger Umwandlung der Mastozytose: IgA-lineare Dermatose, bullöse Impetigo contagiosa, SSSS, Pemphigus neonatorum, bullöses EEM, hereditäre Epidermolysen

Präparate[Bearbeiten]

Mastozytose 2123 94 M ico.jpg Mastozytose 7540 09 M ico.jpg Mastozytose Giemsa 3497 00 M ico.jpg
Mastozytose Mastozytose Mastozytose, Giemsa