Leiomyosarkom: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Pathowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
K (hochdifferenziertes Leiomyosarkom)
K (Fall 1)
Zeile 53: Zeile 53:
 
Histologisch zeigt sich ein durch eine bindegewebige Kapsel scharf begrenzter Tumor aus teilweise bündel- und faszikelartig angeordneten spindeligen Tumorzellen. Die Zellkerne sind leicht größenvariabel, langgestreckt und an ihren Enden stumpf. Viele Kerne haben prominente Nukleoli und sind vesikulär strukturiert (leichte Atypien). Es finden sich bis zu 7 Mitosen pro HPF (high-power field). Bei der Anwendung von Ki67 sind abschnittsweise 10 bis 20% der Kerne positiv. Die Tumorzellen zeigen eine deutlich Expression von Desmin und Progesteronrezeptor, weniger für Östrogenrezeptor.  
 
Histologisch zeigt sich ein durch eine bindegewebige Kapsel scharf begrenzter Tumor aus teilweise bündel- und faszikelartig angeordneten spindeligen Tumorzellen. Die Zellkerne sind leicht größenvariabel, langgestreckt und an ihren Enden stumpf. Viele Kerne haben prominente Nukleoli und sind vesikulär strukturiert (leichte Atypien). Es finden sich bis zu 7 Mitosen pro HPF (high-power field). Bei der Anwendung von Ki67 sind abschnittsweise 10 bis 20% der Kerne positiv. Die Tumorzellen zeigen eine deutlich Expression von Desmin und Progesteronrezeptor, weniger für Östrogenrezeptor.  
  
Es handelt sich bei diesem Tumor um ein hochdifferenziertes Leiomyosarkom (Malignitätsgrad 1). Die Abgrenzung gegenüber einem [[Leiomyom (Uterus)| mitotisch aktivem Leiomyom]] ist schwierig und wurde vor allem mit den gering ausgeprägten Kernatypien begründet.
+
Es handelt sich bei diesem Tumor um ein hochdifferenziertes Leiomyosarkom (Malignitätsgrad 1). Die Abgrenzung gegenüber einem [[Leiomyom (Uterus)#Varianten| mitotisch aktivem Leiomyom]] ist schwierig und wurde vor allem mit den gering ausgeprägten Kernatypien begründet.
  
  

Version vom 6. Dezember 2010, 18:04 Uhr

Definition und Klinik

Histologie

Färbungen

Immunhistologie und Immunfluoreszenz

Varianten des Krankheitsbildes

Differenzialdiagnose

Literaturangaben

virtuelle Slides

hochdifferenziertes Leiomyosarkom

Fall 1

53-jährige Patientin mit bekapselter Raumforderung im Nackenbereich.

Histologisch zeigt sich ein durch eine bindegewebige Kapsel scharf begrenzter Tumor aus teilweise bündel- und faszikelartig angeordneten spindeligen Tumorzellen. Die Zellkerne sind leicht größenvariabel, langgestreckt und an ihren Enden stumpf. Viele Kerne haben prominente Nukleoli und sind vesikulär strukturiert (leichte Atypien). Es finden sich bis zu 7 Mitosen pro HPF (high-power field). Bei der Anwendung von Ki67 sind abschnittsweise 10 bis 20% der Kerne positiv. Die Tumorzellen zeigen eine deutlich Expression von Desmin und Progesteronrezeptor, weniger für Östrogenrezeptor.

Es handelt sich bei diesem Tumor um ein hochdifferenziertes Leiomyosarkom (Malignitätsgrad 1). Die Abgrenzung gegenüber einem mitotisch aktivem Leiomyom ist schwierig und wurde vor allem mit den gering ausgeprägten Kernatypien begründet.


Hoch differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 HE ico.jpg Hoch differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 27955 10 Desmin ico.jpg Hoch differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 Ki67 ico.jpg Hoch differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 ER ico.jpg Hoch differenziertes Leiomyosarkom 27955 10 PR ico.jpg
HE-Färbung Desmin Ki-67 Östrogen-Rezeptor Progesteron-Rezeptor